Singe den Zorn, o Göttin, des Peleiaden Achilleus,
Ihn, der entbrannt den Achaiern unnennbaren Jammer erregte,
Und viel tapfere Seelen der Heldensöhne zum Aïs
Sendete, aber sie selbst zum Raub darstellte den Hunden ...
Geleitwort zu diesem Buch
Und? Haben Sie den einleitenden Text erkannt?
Es handelt sich um den ersten Vers aus Homers berühmtem Epos über den Trojanischen Krieg, die Ilias, in der Übersetzung von Johann Heinrich Voß aus dem Jahre 1793. Eine in diesem Epos beschriebene »Gegebenheit« hat als wichtiger Begriff Einzug in die IT-Branche gehalten – der »Trojaner« erinnert uns daran, dass auch schon vor vielen Tausend Jahren Sicherheitslücken tödlich waren oder zumindest katastrophale Folgen hatten.
Aus dem Schicksal des Volkes von Troja können wir durchaus auch heute noch lernen: Die griechische Expeditionsarmee konnte Troja nicht einnehmen, es war gut gesichert, die trojanischen Soldaten waren grundsätzlich wachsam und motiviert. Im übertragenen Sinne: Es handelte sich um ein gutes System, das richtig konfiguriert war und von motivierten Admins betreut wurde.
Man könnte den Einwohnern von Troja rückblickend vorwerfen, dass sie irgendwann zu leichtsinnig waren: Wie kann man ein überdimensionales Holzpferd, das der Feind zurückgelassen hat, in seine Stadtmauern holen? Aber hinterher ist man ja bekanntlich immer schlauer.
Bleibt die Erkenntnis, dass die Sicherheitsmaßnahmen gar nicht stark genug sein können und jederzeit höchste Vorsicht angeraten ist, die niemals nachlassen darf. Heutigen Unternehmen hilft dabei Windows Server 2008 R2, denn wesentliche Erweiterungen des neuen Betriebssystems beziehen sich auf Sicherheitsthematiken – noch weniger Chancen also für trojanische Pferde und sonstige Sicherheitsprobleme.
Windows Server 2008 R2 ist aber keinesfalls »nur ein Sicherheitsupdate«. Eine enorme Anzahl von Verbesserungen, beispielsweise im Umfeld der Active Directory-Familie, der Remotedesktopdienste (vormals Terminaldienste) oder auch der komplett umgebaute Internet Information Server machen Windows Server 2008 R2 zu einer attraktiven Wahl.
Dieses Buch möchte Ihnen natürlich bei Planung und Implementierung helfen. Ich finde es aber auch wichtig, den »Business-Aspekt« nicht außer Acht zu lassen. Immerhin muss ja vermutlich mehr oder weniger Geld für die Einführung von Windows Server 2008 R2 bereitgestellt werden. Ich werde also stets die Frage »Warum Windows Server 2008 R2?« im Hinterkopf behalten – und natürlich darüber schreiben.
Dieses Buch basiert zu einem großen Teil auf den Fragen und Problemen, die mir täglich in realen Kundenprojekten begegnen. Insofern gebührt meinen Kunden der erste Dank für viele Fragen, Ideen und Anregungen.
Wie immer haben mich auch bei diesem Projekt viele liebe Zwei- und Vierbeiner mental unterstützt, allen voran natürlich meine Frau Ilona und unsere Amy.
Ich erhalte von Ihnen, liebe Leser, häufig E-Mails mit der Nachfrage, ob ich Ihnen bei einem Projekt helfen, ein Konzept überprüfen, einen Vortrag bei einer Veranstaltung halten oder dergleichen für Sie tun kann. Ja, grundsätzlich kann ich das natürlich machen – sehr gern! Wenn Sie mit mir in Kontakt treten möchten, freue ich mich über Ihre E-Mail an ulrich@boddenberg.de. Anzumerken wäre, dass auch Remote-Support per Netviewer möglich ist.
Sie sind natürlich auch herzlich eingeladen, meine Website http://www.boddenberg.de zu besuchen.
Ulrich B. Boddenberg



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