Visual Basic .NET ist rein objektorientiert. In diesem Kapitel wird das Verständnis für die Objektorientierung anhand von eigenen Klassen und Objekten vertieft.
5 Objektorientierte Programmierung
5.1 Was ist Objektorientierung? 

Die Objektorientierung ist ein Denkansatz, der dem Programmierer dabei hilft, die Abläufe der realen Welt in einem Programm nachzubilden. Sie dient zur Klassifizierung der Objekte und Daten, die in einem Programm behandelt werden sollen. Die Eigenschaften und Methoden ähnlicher Objekte werden durch gemeinsame Definitionen, die Klassen, zusammengefasst und besser handhabbar.
Visual Basic 2008 ist eine rein objektorientierte Sprache. Wir haben eigentlich schon die ganze Zeit in diesem Buch mit Objekten gearbeitet:
- Zum einen wurden Steuerelemente und ihre Eigenschaften genutzt. Jeder Button, jedes Textfeld usw. ist ein Objekt einer speziellen Klasse, in der die Eigenschaften von Buttons bzw. Textfeldern festgelegt sind.
Eigenschaften
- Zum anderen wurde sowohl mit einzelnen Variablen als auch mit Datenfeldern gearbeitet. Einzelne Variablen sind Objekte ihres Datentyps (Double, Integer, ...). Es können festgelegte Operationen mit ihnen ausgeführt werden (Addition, Subtraktion usw.). Objekten der Klasse Array (Datenfeld) stehen vordefinierte Methoden zur Verfügung (Clone(), Sort(), ...).
Der nächste Schritt, die Erzeugung eigener Klassen und der zugehörigen Objekte, sollte also nicht schwer fallen.
Hinweis: Die in diesem Kapitel dargestellten Programme sind ein Kompromiss, denn sie erklären zwar die sprachlichen Elemente der Objektorientierung in Visual Basic, tun dies aber nicht anhand von umfangreichen Programmen, bei denen sich der Vorteil der Objektorientierung besonders auswirken würde.
Stattdessen werden eigene, kleine und übersichtliche Klassen definiert und genutzt. Dadurch verbessert sich das Verständnis für die Objektorientierung allgemein und gleichzeitig für die Nutzung der bereits vorhandenen Klassen von Visual Basic.



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